Portrait Die Jungen Deutschen Blechbläsersolisten sind ein einzigartiges Ensemble. In großer Besetzung mit bis zu 20 Blechbläsern und fünf Schlagzeugern loten die jungen Musiker unter der Leitung von Prof. Walter Hilgers Möglichkeiten aus, die einen immer wieder in Erstaunen versetzen. Davon profitiert vor allem der Zuhörer, für den ein Konzert dieser Formation zu einem unvergesslichen Großereignis wird. Die Programme des Ensembles haben jeweils einen thematischen Zusammenhang, sind oft für die Jungen Deutschen Blechbläsersolisten geschrieben oder zusammengestellt und werden auf jeden Fall mit viel Frische und größter Präzision vorgetragen. Das Ensemble "Junge Deutsche Blechbläsersolisten" wurde im Jahr 2000 von Prof. Walter Hilgers gegründet, um jungen Blechbläsern künstlerische Interpretation und musikalisches Zusammenspiel auf höchstem Niveau zu ermöglichen. Der Erfolg wird beeindruckend durch die drei CD-Einspielungen des Ensembles dokumentiert. Zahlreiche Konzerte wurden vom Publikum begeistert aufgenommen, im Rahmen von Festivals, in Konzerthäusern und in Kirchen. Im Herbst 2005 unternahm das Ensemble auf Einladung der Agentur Concertistas Internacionales eine Mexico-Tournee. Leitung Es ist ein Glücksfall für die Jungen Deutschen Blechbläsersolisten, mit Prof. Walter Hilgers einen herausragenden Dirigenten und Musiker an ihrer Spitze stehen zu haben. In jedem Feld seiner musikalischen Tätigkeit hat er sich besonders hervorgetan. Schon in jungen Jahren war er Tubist in großen Orchestern Deutschlands, seit 2005 spielt er beim Orchester der Wiener Staatsoper und bei den Wiener Philharmonikern. Als Instrumentalist an der Tuba ist er außerdem seit Jahrzehnten Mitglied des Ensembles German Brass. Als Dirigent war Walter Hilgers schon in zahlreichen Ländern zu erleben. Gastdirigate führten ihn unter anderem in die Slowakei, nach Spanien, Kroatien, Rumänien und Uruguay. In Deutschland leitete er das Staatsorchester Frankfurt (Oder) sowie Kammerkonzerte des Bayerischen Staatsorchesters München und des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg. Im Jahr 1995 gewann er einen Dirigenten-Wettbewerb in der Slowakei. Als Professor an der Musikhochschule "Franz Liszt" Weimar gibt er seine Erfahrung an Studenten weiter. Viele seiner ehemaligen Schüler sind inzwischen bei großen Sinfonie- und Opernorchestern engagiert. Zahlreiche CD-Aufnahmen belegen seine musikalische Aktivität: Als Tubist in Solo-Einspielungen, mit Ensembles wie German Brass und verschiedenen Rundfunkorchestern, als Dirigent mit internationalen Orchestern, dem von ihm gegründeten Kammerorchester Tritonus Wimares und nicht zuletzt mit den Jungen Deutschen Blechbläsersolisten. Programme Russische Komponisten Dimitri Schostakowitsch: Festive Ouvertüre op. 96 Dimitri Schostakowitsch: Concertino op. 94 Sergej Rachmaninoff: Vocalise op. 34 Nr. 14 Modest Moussorgski: Eine Nacht auf dem kahlen Berge (Übertragung von Walter Hilgers) Modest Moussorgski: Bilder einer Ausstellung (Übertragung von Walter Hilgers) Mittel- und südamerikanische Musik Pedro Esnaola, Amancio Alcorta, Juan Bautista Alberdi: Tres minués argentinos Alberto Ginastera: Suite del Ballet "Estancia" Pascual De Rogatis: Danza de la ópera "Huemac" Jose Bragato: Graciela y Buenos Aires Antonio Carlos Jobim: Garota de Ipanema Julian Plaza: Nocturna Anibal Troilo: La ultima curda J. C. Cobián, E. Cadícamo: Shusheta Carlos Gardel: Gardel Selection (Medley) Aus früheren Programmen Gustav Holst: Ballettsuite aus "The Perfect Fool" Martin Christoph Redel: Mini Ouvertüre op. 51 Goff Richards: Homage to the Noble Grape Jim Parker: A Londoner in New York Paul Hindemith: Konzertmusik für Klavier, Blechbläser und Harfen op. 49 Peter Lawrence: Weitere Metamorphosen nach Themen von Carl Maria von Weber Ottorino Respighi: Pini di Roma, Fontane di Roma, Feste Romane Tonträger Die Jungen Deutschen Blechbläsersolisten haben bisher drei sehr unterschiedliche CDs aufgenommen. Die drei programmatischen Tondichtungen des italienischen Komponisten Ottorino Respighi (Pini di Roma, Fontane di Roma und Feste Romane) auf der ersten, 2002 entstandenen CD beeindrucken vor allem durch die vielen Klangfarben. Auf der zweiten, 2003 entstandenen und Paul Hindemith gewidmeten CD werden die Bläser durch ein Klavier und zwei Harfen ergänzt - und zwar sowohl in der Konzertmusik Hindemiths als auch in der Cross-Over-Komposition von Peter Lawrence. Unter dem Titel "Just for fun" werden auf der 2004 entstandenen dritten CD verschiedene unterhaltende Werke zusammengefasst, unter anderem die humorvolle Vertonung von Weinen ("Hommage to the Noble Grape") und ein New York-Besuch ("A Londonder in New York"). Presse Braunschweiger Zeiung, 23. Juli 2005 Helmstedt. Es war deutlich zu spüren, dass sich Prof. Walter Hilgers am Donnerstagabend freute, als er sich in St. Stephani für den Begrüßungsapplaus bedankte. Der Grund: Jeder Platz war besetzt, sogar auf den Emporen, dies war schon eine Seltenheit. ... (Absatz) Die zwei Studentinnen und zwölf Studenten boten eine hervorragende Leistung. Walter Hilgers ermöglichte trotz knapper gemeinsamer Probenzeit Interpretationen, die keine Wünsche offen ließen. Exakte Einsätze, Virtuosität, Tonschönheit, Klangabschattungen und durchsichtige Transparenz waren ständig vorhanden und zogen in ihren Bann. (Absatz) Kompositionen von Goff Richards, Chris Hazell, Claude Debussy, Stephen Sondheim, Zeguinha Abreu und Jim Parker bildeten einen bunten Strauß, der schon zwischendurch Bravorufe hervorrief. Nach dem Finale "Londonderry Air" erscholl enormer Beifall, der kein Ende nehmen wollte. Erst nach den Zugaben "Kraken" von Chris Hazell und "Be a Clown" von Cole Porter ging diese noch lang im Gedächtnis bleibende Blechbläserdemonstration zu Ende. Reichenbacher Zeitung (Freie Presse), 9. März 2004 Vor allem aber klang es, wenn es knackend laut wurde, immer noch edel und rund, mischten sich scharfe hohe und satte tiefe Töne prächtig. (Absatz) Zu Gast war das Ensemble "Junge Deutsche Blechbläsersolisten", das vermutlich nur deshalb noch nicht einer breiteren Öffentlichkeit bekannt ist, weil es erst vor vier Jahren gegründet wurde. Vom künstlerischen Niveau her gehört es sicher in die erste Reihe deutscher Kammermusikformationen. Dabei ist es nicht unbedingt der Schwierigkeitsgrad der ausgewählten Kompositionen, der aufhorchen lässt. Es ist vielmehr die Geschlossenheit der Interpretation, der gleichbleibend geschmeidige Klang in allen Registern und vor allem der immense Ausdruck, das Feuer, das diese Musiker und Musikerinnen, zumeist Mitglied des Bundesjugendorchesters oder der Jungen Deutschen Philharmonie, vom ersten bis zum letzten Takt ausstrahlen. Freie Presse Klingenthal / Markneukirchen, 9. März 2004 Rund 50 Besucher konnten sich im Markneukirchener Gotteshaus davon überzeugen, dass sich das Motto des Konzerts "just for fun" und der musikalische Anspruch des Ensembles, sich künstlerisch hauptsächlich mit der so genannten ernsten Musik auseinander zu setzen, durchaus nicht widersprechen. Vogtlandanzeiger, 8. März 2004 Nicht ein Ton, der im Ansatz wegrutschte, nicht die Spur von Unsicherheit in den durchaus anspruchsvollen Partien ohne Ausnahme an allen Pulten, eine tadellose Stimmung in allen Gruppen und eine dynamisch nuancenreiche und ausdrucksstark farbige Intonation. (Absatz) Was das Kirchenschiff an diesem Abend musikalisch erfüllte, war Bläserkunst im wahrsten Sinne des Wortes, und mit welcher Freude und Begeisterung sie von den Nachwuchskünstlern vorgetragen wurde, ließ das Publikum die fast zweieinhalbstündige Dauer dieses denkwürdigen Konzerts vergessen. (Absatz) Mein Kompliment gilt auch der effektvollen Programmauswahl und der Präsentation der Stücke durch Thomas Leyendecker, seines Zeichens Posaunist am ersten Pult, aber an diesem Abend auch als Moderator in Erscheinung tretend, dessen locker-witzig-humorvolle Conferénce durchaus stilvolle Comedy-Qualitäten aufwies und dem Publikum auch Anlass zu Lachsalven gab. Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 30. September 2002 Nach der Motette "O Vos Omnes" des vor allem als Cellovirtuose bekannten Pablo Casals (1876-1973), hier als Hornquartett mit Begleitung vorgetragen, entfalten sie ihr ganzes Können im Hauptteil des Konzertes, den Sinfonischen Dichtungen "Pini di Roma" (1924), "Fontane di Roma" (1916) und "Feste Romane" (1929) des italienischen Komponisten Ottorino Respighi (1879-1936). ... Stilsicher arbeiten Hilgers und die Jungen Deutschen Blechbläser-Solisten die lautmalerischen Klangschattierungen im Arrangement von Peter Lawrence heraus, das die Komplexität des Orchestersatzes mit untrüglichem Stilempfinden für die verschiedenen Blechbläserinstrumente wie Konzert- und Hochtrompete, Wald- und Flügelhorn, kleine Tuba und Kaisertuba sowie Zugposaune umakzentuiert. Klangvolumen und Klangfarbeneffekte werden durch den Einsatz von Dämpfern variiert. Pauke, Becken und Xylophon ergänzen die Besetzung; lediglich Vogelgezwitscher wird elektronisch eingespielt.