Portrait Wie gefragt niveauvolle Blechbläsermusik ist, zeigt sich beim Quintett Elbeblech: Wurden im Gründungsjahr 2004 sechs Konzerte gespielt, waren es im darauf folgenden Jahr bereits 16 Konzerte. Das Erfolgsrezept von Elbeblech besteht aus wirkungsvollen Zutaten: Anspruchsvolle Musikstücke, darunter viele Originalwerke und eigene Arrangements, werden mit höchster Stilsicherheit vorgetragen. Der von Herzen kommende Ausdruck und das publikumsnahe Auftreten runden das Konzertereignis ab. Mitglieder Thomas Meise (Jahrgang 1979) begann im Alter von acht Jahren, an der Jugendmusikschule Erkrath bei Wolfgang Wurth Trompete zu lernen. Beim Wettbewerb "Jugend musiziert" erreichte er mehrere Bundespreise. Er studierte Trompete als Jungstudent und später als ordentlicher Student in Köln (Prof. Malte Burba) und seit 2002 in Hamburg (Prof. Matthias Höfs). Orchestererfahrung sammelte er hauptsächslich als Praktikant und Aushilfe bei den Düsseldorfer Symphonikern und an der Staatsoper Hannover. Stephan Stadtfeld, geboren 1984, begann das Trompetespiel im Alter von sieben Jahren. Später studierte er zunächst bei Prof. Peter Leiner (Hochschule für Musik Saarbrücken), seit 2005 in der Klasse von Prof. Reinhold Friedrich (Hochschule für Musik Karlsruhe). Im Jahr 2003 gewann er den ersten Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Er wirkte in mehreren Orchestern mit, unter anderen in der Bremer Kammerphilharmonie, dem Berner Symphonieorchester und im SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern. Michael Winter (Horn) wurde 1979 geboren. Seinen ersten professionellen Unterricht am Horn erhielt er bereits im zehnten Lebensjahr, zunächst an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt, später bei Peter Steidle (Frankfurt am Main). Sein Musikstudium führte ihn an die Hochschule für Musik Weimar und an das Konservatorium für Musik in Hamburg (Prof. Michael Höltzel). Michael Winter ist engagierter Kammermusiker in den verschiedensten Besetzungen und gern gesehener Gast in zahlreichen Orchestern. Martin Räpple, geboren 1980, bekam seinen ersten Posaunenunterricht im Alter von neun Jahren. Seit 1998 studiert er bei Prof. Werner Schrietter (Hochschule für Musik Karlsruhe). Er gewann mehrere Bundespreise beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ und war Mitglied im Bundesjugendorchester. Seit dem Jahr 2004 ist er Stipendiat der Stiftung Villa Musica, Mainz. Er war Praktikant bei den Duisburger Philhamonikern und ist seit 2005 stellvertretender Soloposaunist im Symphonieorchester Osnabrück. Stefan Kaundinya (Tuba) erblickte 1976 das Licht der Welt. Er studierte Tuba bei Ulrich Haas (Folkwanghochschule Duisburg), Prof. Walter Hilgers (Hochschule für Musik Weimar) und Stefan Heimann (Musikhochschule Stuttgart). Er war Mitglied mehrerer Jugendorchester, hatte Praktikanten- oder Zeitverträge bei der Philharmonie Essen, den Düsseldorfer Symphonikern und dem Rundfunksinfonieorchester Saarbrücken. Seit 2003 ist er beim Polizeimusikkorps Baden-Württemberg beschäftigt. Referenzen/Presse Brandenburgische Sommerkonzerte 2006 Festspiele Mecklenburg-Vorpommern 2005 Dommusik St. Petri Bremen 2005 Sommermusik in Bispinger Kirchen 2005 Abwechslung brachte nicht nur die traumhafte Akustik unter den Kreuzgewölben im Chor der Katharinenhalle und anschließend im modernen Neubau, sondern auch die Bandbreite - von Händel über Malcolm Arnold, der auch die Filmmusik zu "Die Brücke am Kwai" geschrieben hat, bis hin zu amerikanischen Spirituals. Es war ein kurzweiliger Abend mit den vielfach preisgekrönten Bläsern. "Wir sind alle stolz, dass so ein hochwertiger Kammermusikabend hier stattfindet", sagt Museumsdirektor Harald Benke. Schließlich sei das Haus nicht nur eine Stätte der Bildung, sondern auch der Kultur. "Ich habe selbst einmal Trompete gespielt - die Akustik ist einfach fantastisch", schwärmte Besucherin Sabine Pätzke. Von der technischen Perfektion war Gerd Schmidtke begeistert: "Stralsund kann sich glücklich schätzen über das, was hier an Kultur geboten wird." (Stralsunder Zeitung, 26. August 2005) Mit Orgelmusik überzeugten die fünf Musiker auf ihren Blechblas-Instrumenten mit klarem Ton, spielten Händel und Krebs bei der wunderschönen Akustik dieses Ortes. Russische Romantik im 5er-Takt erklang mit Victor Ewalds Quintett Nr. 1 b-Moll und mit Malcolm Arnolds Quintett Nr. 1 ging es mit viel dankbarem Beifall vom 1685 geborenen Händel bis zum 1921 geborenen und noch lebenden Arnold in die Pause. (Ostsee-Anzeiger, 31. August 2005)